Erfreulicher Trend: Zahl der Pflege-Azubis steigt das dritte Jahr in Folge
Es gibt einen Lichtblick im Kampf gegen den viel zitierten Fachkräftemangel: Der Pflegeberuf gewinnt bei jungen Menschen und Quereinsteigern wieder zunehmend an Attraktivität. Wie aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes belegen, haben im vergangenen Jahr rund 63.900 Auszubildende einen neuen Vertrag als angehende Pflegefachkraft unterschrieben. Damit setzt sich ein überaus erfreulicher Trend fort.
Dritter Anstieg in Folge macht Hoffnung
Nach Jahren der Stagnation und sinkender Zahlen zeigt die Kurve nun kontinuierlich nach oben. Bereits zum dritten Mal in Folge konnte bei den Neuverträgen ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden. Insgesamt befanden sich zum Stichtag Ende 2025 knapp 157.200 Menschen in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Das entspricht einem Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die wichtigsten Fakten zur Pflegeausbildung
- Männeranteil wächst: Auch wenn der Beruf mit 71 Prozent weiblichen Auszubildenden (45.500) weiterhin stark von Frauen geprägt ist, steigt der Anteil der Männer kontinuierlich. Zuletzt lag er bei 29 Prozent (18.500).
- Erfolgreiche Abschlüsse: Rund 35.300 Auszubildende konnten im vergangenen Jahr ihre Ausbildung erfolgreich beenden und stehen dem Arbeitsmarkt nun als voll ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung.
- Generalistik setzt sich durch: Fast alle Auszubildenden entscheiden sich für den generalistischen Abschluss. Nur etwa 1,2 Prozent wählten eine Spezialisierung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder der klassischen Altenpflege.
Ein wichtiger Schritt, aber keine Entwarnung
Die steigenden Ausbildungszahlen sind ein wichtiges und positives Signal für das gesamte deutsche Gesundheitssystem. Die generalistische Pflegeausbildung, die europaweit anerkannt ist und flexiblere Einsatzmöglichkeiten bietet, scheint bei den Berufseinsteigern gut anzukommen. Dennoch weisen Branchenexperten darauf hin, dass die Bemühungen hier nicht enden dürfen. Um die neu gewonnenen Fachkräfte langfristig im Beruf zu halten, müssen die Arbeitsbedingungen, die Personalschlüssel und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert werden.
Für Pflegebedürftige, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes jedoch erst einmal eine gute Nachricht: Der Nachwuchs steht bereit und zeigt, dass die Pflegebranche nach wie vor ein Beruf mit Zukunft und Herz ist.
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